Vor wenigen Jahren war der Wolf in Bayern eine Ausnahme. Heute gibt es Rudel im Bayerischen Wald, in der Rhön, in der Oberpfalz und im Altmühltal, dazu Einzeltiere in den Alpen.

Gleichzeitig hat sich die Rechtslage geändert: Der Wolf steht seit 2026 im Bundesjagdgesetz und im bayerischen Jagdrecht, und mehrere Landratsämter haben Abschüsse genehmigt.

Auf dieser Seite findest du die wichtigsten Zahlen zum Wolf in Bayern: Entwicklung seit 2015, Rudel und Territorien, Nutztierrisse, Totfunde, Abschüsse und Recht. Jede Zahl hat eine Quelle, die du am Ende der Seite findest.

Ein Hinweis vorab: Die Wolfszahlen werden nicht nach Kalenderjahren gezählt, sondern nach Monitoringjahren von Mai bis April. Wie das funktioniert, erklären wir unten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Monitoringjahr 2024/25 gab es in Bayern 13 Wolfsterritorien: 6 Rudel, 5 Paare und 2 territoriale Einzeltiere.
  • 2015/16 war es erst ein einziges Territorium. Die Zahl stieg auf das Dreizehnfache.
  • Das Monitoring zählte in Bayern 2023/24 mindestens 56 verschiedene Wölfe. Eine amtliche Gesamtzahl für 2024/25 liegt noch nicht vor.
  • 2024 bestätigte das Land 24 Ereignisse mit toten Nutztieren, bei denen ein Wolf der Verursacher war. Die Ausgleichssumme lag bei knapp 18.000 Euro.
  • 49 tot gefundene Wölfe sind für Bayern erfasst, 39 davon starben im Straßenverkehr.
  • Seit dem 2. April 2026 steht der Wolf im Bundesjagdgesetz. Auch Bayern hat ihn ins Jagdrecht aufgenommen.

Wie viele Wölfe gibt es in Bayern?

Eine einzige Zahl gibt es nicht. Das Monitoring zählt nicht jedes Tier, sondern Territorien: Gebiete, in denen sich Wölfe dauerhaft aufhalten.1

Dahinter stehen drei Gruppen. Ein Rudel hat Nachwuchs, ein Paar nicht, und ein territoriales Einzeltier lebt allein in einem Gebiet.

113 Wolfsterritorien im Monitoringjahr 2024/25

Für das zuletzt abgeschlossene Monitoringjahr 2024/25 verzeichnet die Deutsche Dokumentations- und Beratungsstelle zum Thema Wolf (DBBW) in Bayern 13 Territorien: 6 Rudel, 5 Paare und 2 territoriale Einzeltiere. In 5 der 13 Territorien gab es Nachwuchs, insgesamt 19 Welpen.2

Wolfsterritorien in Bayern 2024/25 nach Status

  • Rudel 6
  • Paare 5
  • Einzeltiere 2
13 bestätigte Territorien im Monitoringjahr 2024/25, Stand der DBBW-Abfrage vom 20.10.2026.2

2Mindestens 56 verschiedene Wölfe in Bayern (2023/24)

Für das Monitoringjahr 2023/24 nennt das Umweltministerium auf eine Anfrage im Landtag 11 Regionen mit standorttreuen Tieren (7 Rudel, 2 Paare, 2 Einzeltiere). Dort konnten 56 verschiedene Individuen bestätigt werden.1

Das ist laut Ministerium die Mindestzahl. Dazu kommt eine unbekannte Zahl an Wölfen, die nicht sesshaft sind oder nur durchziehen.1

3Etwa 4,5 Prozent der deutschen Territorien liegen in Bayern

Deutschlandweit zählte die DBBW 2024/25 insgesamt 286 Territorien, darunter 222 Rudel, 49 Paare und 15 Einzeltiere. Bayerns 13 Territorien entsprechen rund 4,5 Prozent davon.2

4Vorläufig 14 Territorien im Monitoringjahr 2025/26

Für 2025/26 zeigt die DBBW-Datenbank bei der Abfrage vom 20.10.2026 für Bayern 11 Rudel, 1 Paar und 2 Einzeltiere, zusammen 14 Territorien. In 10 davon wurde Nachwuchs bestätigt, insgesamt 35 Welpen.2

Diese Werte sind vorläufig. Die DBBW weist darauf hin, dass abgestimmte Ergebnisse eines abgeschlossenen Monitoringjahres erst im Herbst vorliegen und Ergebnisse des laufenden Jahres immer vorläufig und nicht erschöpfend sind.2

Das Monitoringjahr: Mai bis April

Wölfe bekommen ihre Welpen im Frühjahr. Deshalb beginnt das Monitoringjahr nicht im Januar, sondern am 1. Mai und endet am 30. April des Folgejahres.3

Das Jahr „2024/25“ umfasst also Mai 2024 bis April 2025. Ein Wolf gilt als standorttreu, wenn er mehr als sechs Monate nachgewiesen wird. Dasselbe gilt, wenn ein Rüde und eine Fähe gemeinsam ihr Territorium markieren oder wenn Nachwuchs belegt ist.4

Vom Nachweis zur Statistik: das Beispiel 2024/25

  1. Das Monitoringjahr 2024/25 beginnt.
  2. Das Monitoringjahr endet. Alle Nachweise bis dahin zählen.
  3. Die Länder und die DBBW stimmen die Ergebnisse ab und veröffentlichen sie.
  4. Das Ergebnis für 2025/26 wird erwartet.
Zeitachse des Monitorings. Definition des Monitoringjahres nach dem LfU, Abstimmung im Herbst nach der DBBW.32

Ein Territorium bleibt in der Statistik, solange die Tiere nachweisbar sind. Wird ein Wolf ein ganzes Monitoringjahr lang nicht mehr nachgewiesen, erlischt die Standorttreue.4

Entwicklung seit dem ersten Nachweis

Dauerhaft in Bayern leben Wölfe erst seit wenigen Jahren. Die DBBW führt für 2012/13 bis 2014/15 in Bayern kein bestätigtes Territorium.2

Das erste Territorium tauchte 2015/16 auf, ein Einzeltier. Seitdem ist die Zahl der Territorien fast jedes Jahr gestiegen.

Wolfsterritorien in Bayern je Monitoringjahr

  1. 115/16
  2. 216/17
  3. 317/18
  4. 618/19
  5. 719/20
  6. 820/21
  7. 621/22
  8. 722/23
  9. 1123/24
  10. 1324/25
  11. 1425/26*

Territorienzuletzt abgeschlossenes Jahr

Bestätigte Territorien (Rudel, Paare, territoriale Einzeltiere) in Bayern. *2025/26 ist vorläufig, Stand der DBBW-Abfrage 20.10.2026.2

Es ging nicht nur aufwärts. 2021/22 sank die Zahl von 8 auf 6 Territorien. Dann folgten zwei starke Jahre mit 11 und 13 Territorien.2

5Von 1 auf 13 Territorien in neun Jahren

2015/16 zählte die DBBW in Bayern ein einziges Territorium, 2024/25 waren es 13. Bundesweit stieg die Zahl im selben Zeitraum von 72 auf 286.2

6Mehr Welpen: von 5 auf 35

Die Zahl der bestätigten Welpen schwankt stark. 2017/18 und 2018/19 waren es jeweils 5, 2020/21 dann 12 und 2023/24 gleich 35. Im Jahr darauf waren es 19.2

Bestätigte Welpen in Bayern je Monitoringjahr

  1. 517/18
  2. 518/19
  3. 619/20
  4. 1220/21
  5. 621/22
  6. 1222/23
  7. 3523/24
  8. 1924/25
  9. 3525/26*

Welpenhöchster abgeschlossener Wert

Von der DBBW bestätigte Welpen in den bayerischen Territorien. *2025/26 ist vorläufig.2

Wolf Bayern Rudel und Territorien

Die Tabelle zeigt für jedes Monitoringjahr, wie sich die Territorien auf Rudel, Paare und Einzeltiere verteilen. Die letzte Zeile ist vorläufig.

MonitoringjahrRudelPaareEinzeltiereTerritorienWelpen
2015/1600110
2016/1702020
2017/1812035
2018/1913265
2019/2031376
2020/21413812
2021/2231266
2022/23241712
2023/247221135
2024/256521319
2025/26 (vorläufig)11121435

Quelle der Tabelle ist die Jahresabfrage der DBBW-Datenbank.2 Die Welpenzahl bezieht sich auf die Territorien mit bestätigter Reproduktion.

7Nur 5 von 13 Territorien mit Nachwuchs (2024/25)

Im Monitoringjahr 2024/25 hatten 5 der 13 Territorien Nachwuchs. 2023/24 waren es 7 von 11. Für 2025/26 meldet die DBBW vorläufig 10 von 14.2

Wo leben Wölfe in Bayern?

Wölfe halten sich vor allem in den großen, wenig zerschnittenen Waldgebieten und auf Truppenübungsplätzen auf. Das Landesamt für Umwelt (LfU) führt für das Monitoringjahr 2024/25 insgesamt 13 Gebiete mit standorttreuen Tieren.4

Die Tabelle nennt die Gebiete mit den Landkreisen laut LfU. Den Regierungsbezirk haben wir den Landkreisen zugeordnet.

GebietLandkreisRegierungsbezirk
Allgäuer Alpen (grenzüberschreitend mit Österreich)AllgäuSchwaben
Staffelsee-WestGarmisch-PartenkirchenOberbayern
Chiemgauer Alpen (grenzüberschreitend mit Österreich)RosenheimOberbayern
AltmühltalEichstättOberbayern
Köschinger ForstEichstättOberbayern
Bayerischer Wald SüdFreyung-GrafenauNiederbayern
Ruda, Bayerischer Wald Nord (grenzüberschreitend mit Tschechien)Freyung-GrafenauNiederbayern
Manteler ForstNeustadt a.d. WaldnaabOberpfalz
Veldensteiner ForstNeustadt a.d. WaldnaabOberpfalz
Pressather WaldTirschenreuthOberpfalz
KitschenrainBayreuth, Neustadt a.d. WaldnaabOberfranken, Oberpfalz
Hohe RhönRhön-GrabfeldUnterfranken
WildfleckenBad KissingenUnterfranken

Schwerpunkte sind damit die Oberpfalz und Niederbayern mit dem Bayerischen Wald, außerdem Unterfranken mit der Rhön. In den Alpen gibt es nur einzelne Tiere, die teils über die Grenze nach Österreich ziehen.4

Die Gebiete ändern sich von Jahr zu Jahr. Frühere Territorien wie Grafenwöhr und Hohenfels stehen im LfU-Dokument bereits als ehemalig.4 Aktuelle Einzelnachweise listet das LfU laufend auf seiner Monitoringseite.3

Wolf Bayern Risse: Nutztiere und Schäden

Sobald Wölfe in einer Region leben, kommt es zu Übergriffen auf Weidetiere. Ob ein Wolf der Verursacher war, entscheidet bei einem Verdachtsfall eine Untersuchung, oft mit einer DNA-Analyse.1

824 bestätigte Ereignisse mit toten Nutztieren im Jahr 2024

Für 2024 hat das Umweltministerium 24 Ereignisse gemeldet, bei denen ein oder mehrere Wölfe als Verursacher bestätigt wurden. Betroffen waren vor allem Schafe und Ziegen, dazu ein Alpaka und ein Rinderkalb. Die meisten Fälle lagen im Landkreis Rhön-Grabfeld.1

9Knapp 18.000 Euro Ausgleich für 2024

Zum Stichtag 16.04.2025 war für das Jahr 2024 eine Ausgleichssumme von knapp 18.000 Euro ausgezahlt. Ein Fall war noch in Bearbeitung.1

Der Freistaat fördert außerdem Herdenschutzmaßnahmen in vom Wolf betroffenen Gebieten mit bis zu 100 Prozent der Kosten.1

10Bundesweit: 3,9 getötete Tiere je Übergriff

Im Bund wurden 2024 durchschnittlich 3,9 Tiere je Übergriff getötet. 91,1 Prozent der Opfer waren Schafe oder Ziegen, 4,6 Prozent Rinder und 3,7 Prozent Gatterwild.5

Wer einen Verdacht hat, meldet ihn der Wolfsberatung des LfU. Das Landesamt führt Einzelfälle auf einer eigenen Seite auf.3

Tot aufgefundene Wölfe

Tot gefundene Wölfe werden untersucht und in der DBBW-Datenbank erfasst. In Bayern ist der Straßenverkehr die mit Abstand häufigste Todesursache.

1149 Totfunde in Bayern, 39 davon im Straßenverkehr

Die DBBW verzeichnet in Bayern 49 tot aufgefundene Wölfe seit 1991. 39 starben bei Verkehrsunfällen, 4 wurden illegal getötet, einer starb eines natürlichen Todes und einer durch Management. Bei 4 ist die Ursache unklar, bei 3 steht sie noch aus. Das sind rund 80 Prozent Verkehrsopfer.6

Bundesweit sind es 1.488 Totfunde, davon 1.109 Verkehrsunfälle.6

1211 Totfunde im Monitoringjahr 2025/26

Nach der Auflistung der DBBW nach Monitoringjahren gab es in Bayern 2023/24 neun Totfunde, 2024/25 sieben und 2025/26 elf. Im letzten Jahr waren fünf davon Verkehrsunfälle.7

Tot aufgefundene Wölfe in Bayern je Monitoringjahr

  1. 116/17
  2. 017/18
  3. 218/19
  4. 219/20
  5. 520/21
  6. 421/22
  7. 322/23
  8. 923/24
  9. 724/25
  10. 1125/26

Totfundehöchster Wert

Alle Todesursachen, nach Monitoringjahr der Auflistung der DBBW. Die Jahressummen haben wir aus dieser Liste ausgezählt.7

Auch Autofahrer haben mit Wild zu tun. Zahlen zu Unfällen mit Rehen, Hirschen und Wildschweinen findest du in unserem Artikel Wildunfälle Bayern.

Wolf Bayern Abschuss und Jagdrecht

Beim Abschuss ist der Wolf in Bayern ein Sonderfall. Lange war er streng geschützt, und Abschüsse gab es nur mit einer artenschutzrechtlichen Ausnahme. Das hat sich 2025 und 2026 geändert.

Wie der Schutz des Wolfs gelockert wurde

  1. Der Ständige Ausschuss der Berner Konvention stuft den Wolf von „streng geschützt“ auf „geschützt“ herab.
  2. Die EU ändert die FFH-Richtlinie in Bezug auf den Schutzstatus des Wolfs.
  3. Das reformierte bayerische Jagdgesetz tritt in Kraft, der Wolf kommt ins Jagdrecht.
  4. Das Bundesjagdgesetz mit dem Wolf tritt in Kraft.
  5. Landratsämter erlassen Abschussbescheide, Gerichte prüfen sie.
Zeitachse der Rechtsänderungen auf EU-, Bundes- und Landesebene.8910

Herabstufung des Schutzstatus

Am 6. Dezember 2024 nahm der Ständige Ausschuss der Berner Konvention den Vorschlag der EU an, den Wolf aus Anhang II (streng geschützte Tierarten) zu streichen und in Anhang III (geschützte Tierarten) aufzunehmen.8

Die Richtlinie (EU) 2025/1237 vom 17. Juni 2025 überträgt diese Herabstufung in die FFH-Richtlinie. Sie wurde am 24. Juni 2025 im Amtsblatt der EU veröffentlicht.8

Der Wolf im Bundesjagdgesetz

Die Bundesregierung hat den Wolf ins Bundesjagdgesetz aufgenommen. Die Regelungen sind am 2. April 2026 in Kraft getreten.9

Entscheidend ist der Erhaltungszustand. Ist er günstig, kann die Behörde einen Managementplan aufstellen, und die Jagdzeit ist von 1. Juli bis 31. Oktober vorgesehen. Ist er ungünstig, darf der Wolf nur bejagt werden, um wirtschaftliche Schäden abzuwenden oder im Interesse der Gesundheit und der öffentlichen Sicherheit.9

Nach § 22b des Bundesjagdgesetzes ergreift die Behörde bei ungünstigem Erhaltungszustand die nötigen Maßnahmen. Sie kann die Jagd zeitlich oder räumlich beschränken, die Zahl der erlegbaren Wölfe begrenzen, die Jagd verbieten oder ein Genehmigungssystem einführen.11

Bayern: Wolfsverordnung und Jagdrecht

Schon vor der Bundesregelung hat Bayern eine eigene Wolfsverordnung erlassen. Die Bayerische Wolfsverordnung vom 15. Oktober 2024 gilt seit dem 1. November 2024. Sie erlaubt es der unteren Naturschutzbehörde, bei Gefahren für Menschen oder bei ernsten Schäden Maßnahmen gegen einen Wolf anzuordnen, zum Beispiel in nicht schützbaren Weidegebieten.12

Mit der Reform des Jagdgesetzes 2026 werden Wolf und Goldschakal zudem erstmals in das bayerische Jagdrecht aufgenommen.10 Wie die Jagdzeiten für den Wolf in Bayern im Einzelnen aussehen, erfährst du bei der zuständigen unteren Jagdbehörde. Unsere Übersicht Jagdzeiten Bayern erklärt die Grundlagen.

13Ein Wolf bis Mai 2025 per Ausnahmegenehmigung erlegt

Nach Angaben des Umweltministeriums wurde in Bayern bis Frühjahr 2025 ein Wolf auf Grundlage einer artenschutzrechtlichen Ausnahmegenehmigung geschossen. Anlass waren Übergriffe in der Rhön im Sommer 2024.1

14Abschussbescheide in mindestens vier Landkreisen

Nach Angaben des BUND Naturschutz vom 9. September 2026 liegen in Südbayern Bescheide in mindestens vier Landkreisen vor (Oberallgäu, Ostallgäu, Bad Tölz-Wolfratshausen, Berchtesgadener Land). Insgesamt geht es um bis zu acht Wölfe.13

Eine amtliche Gesamtzahl der 2026 erlegten Wölfe gibt das LfU bekannt. Die Zahl hat sich während der Abschussverfahren mehrfach geändert, deshalb nennen wir hier keine.

15Gericht stoppt Allgemeinverfügung im Oberallgäu

Das Verwaltungsgericht Augsburg gab Ende September 2026 dem Eilantrag eines Naturschutzvereins gegen die Allgemeinverfügung des Landratsamts Oberallgäu statt. Das Gericht sah erhebliche Bedenken: Die Behörde habe die Erforderlichkeit nicht schlüssig dargelegt und mildere Mittel wie Herdenschutz und Vergrämung nicht geprüft.14

Gegen den Beschluss ist eine Beschwerde zum Bayerischen Verwaltungsgerichtshof möglich. Wie es weitergeht, erfährst du beim Landratsamt Oberallgäu.

Wolf und Jäger

Für Jäger ändert sich mit dem Wolf im Jagdrecht einiges: Er gehört jetzt zu den Tierarten, für die das Jagdrecht gilt, mit allen Pflichten bei Hege, Meldung und Wildbret. Ob ein Abschuss erlaubt ist, entscheidet aber die zuständige Behörde im Einzelfall.

Dass Wolf, Luchs und Goldschakal im Jagdrecht stehen, ist ein typisches Thema der Jägerprüfung. Mit dem Prüfungstrainer für die Jägerprüfung in Bayern übst du die Fragen zu Wildarten, Jagdrecht und Schonzeiten.

Häufige Fragen

Wie viele Wölfe gibt es in Bayern?

Im Monitoringjahr 2024/25 gab es 13 Territorien mit 6 Rudeln, 5 Paaren und 2 Einzeltieren. Für 2023/24 wurden mindestens 56 verschiedene Wölfe bestätigt.21

Wie viele Wolfsrudel gibt es in Bayern?

Laut DBBW waren es 2024/25 sechs Rudel. Für 2025/26 meldet die DBBW vorläufig elf Rudel.2

Wo leben Wölfe in Bayern?

Schwerpunkte sind der Bayerische Wald, die Oberpfalz (Manteler Forst, Veldensteiner Forst, Pressather Wald), die Rhön und das Altmühltal. In den Alpen gibt es einzelne Tiere.4

Wo finde ich eine aktuelle Wolfskarte für Bayern?

Das Landesamt für Umwelt veröffentlicht die Nachweise und Totfunde laufend auf seiner Monitoringseite.3 Die Rudel und Territorien bundesweit listet die DBBW.2

Darf man den Wolf in Bayern abschießen?

Nur unter engen Voraussetzungen. Der Wolf steht im Bundesjagdgesetz und im bayerischen Jagdrecht. Bei ungünstigem Erhaltungszustand ist die Jagd nur zur Abwendung von Schäden oder im Interesse der Sicherheit zulässig. Die Behörden entscheiden im Einzelfall.910

Wie viele Nutztiere reißt der Wolf in Bayern?

Für 2024 bestätigte das Land 24 Ereignisse mit toten Nutztieren, die auf einen Wolf zurückgehen. Die Ausgleichssumme lag bei knapp 18.000 Euro.1

Wie viele Wölfe sterben in Bayern im Straßenverkehr?

Die DBBW zählt in Bayern 39 Verkehrsopfer unter 49 Totfunden.6

Diese Zahlen verwenden

Du schreibst selbst über das Thema? Alle Zahlen darfst du gern übernehmen, bitte mit einem Link auf diese Seite. Wähle ein Format und kopiere es mit einem Klick.

Link für deine Website
<a href="https://jaegerpruefungbayern.de/blog/wolf-bayern-statistiken/">Wolf Bayern Statistiken 2026</a>, JaegerpruefungBayern
APA

Lindemann, K. (2026). Wolf Bayern Statistiken 2026. JaegerpruefungBayern. https://jaegerpruefungbayern.de/blog/wolf-bayern-statistiken/

MLA

Lindemann, Konrad. "Wolf Bayern Statistiken 2026." JaegerpruefungBayern, 2026, jaegerpruefungbayern.de/blog/wolf-bayern-statistiken/

Quellen

Die Zahlen stammen vom Wolfsmonitoring des Landesamts für Umwelt, der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW), einer Antwort des Umweltministeriums im Landtag sowie aus den einschlägigen Rechtstexten und Behördenseiten.

Die Werte für 2025/26 sind vorläufig. Wo Behörden keine Jahressummen veröffentlichen, haben wir das so gekennzeichnet.

  1. Bayerischer Landtag, Drucksache 19/6558: Wolfsbestand in Bayern und Zwischenfälle (Antwort des Umweltministeriums vom 06.05.2025) (bayern.landtag.de)
  2. DBBW: Bestätigte Territorien, Zusammenfassung nach Bundesländern und Monitoringjahren (Abfrage 20.10.2026) (dbb-wolf.de)
  3. Bayerisches Landesamt für Umwelt: Wolf, Monitoring (lfu.bayern.de)
  4. Bayerisches Landesamt für Umwelt: Nachweise in Bayern von Wölfen in Gebieten mit standortreuen Tieren bis Ende April 2025 (lfu.bayern.de)
  5. DBBW: Bundesweite Schadensstatistik (dbb-wolf.de)
  6. DBBW: Totfunde nach Bundesländern (dbb-wolf.de)
  7. DBBW: Totfunde, Auflistung nach Jahren (dbb-wolf.de)
  8. Richtlinie (EU) 2025/1237 zur Änderung der FFH-Richtlinie in Bezug auf den Schutzstatus des Wolfs (eur-lex.europa.eu)
  9. Bundesregierung: Wolf ins Jagdrecht aufgenommen (7. April 2026) (bundesregierung.de)
  10. Bayerisches Wirtschaftsministerium: Bayerisches Jagdgesetz, Novelle 2026 (stmwi.bayern.de)
  11. Bundesjagdgesetz, § 22b: Maßnahmen in Bezug auf die Tierart Wolf (gesetze-im-internet.de)
  12. Bayerische Wolfsverordnung (BayWolfV) vom 15. Oktober 2024, GVBl. 2024 S. 496 (verkuendung-bayern.de)
  13. BUND Naturschutz in Bayern: Warnung vor überzogenen Wolfsabschüssen in Südbayern (9.9.2026) (bund-naturschutz.de)
  14. Neue Presse Coburg (dpa): Verwaltungsgericht Augsburg, Naturschützer stoppen Wolfabschuss im Oberallgäu (np-coburg.de)