Die Jagdstrecke ist alles Wild, das in einem Jagdjahr erlegt wurde oder als Fallwild verendet ist. Fallwild stirbt zum Beispiel bei einem Wildunfall.

In Bayern fasst das Wirtschaftsministerium die Zahlen aller Reviere jedes Jahr in der amtlichen Streckenliste zusammen. Die neueste Liste betrifft das Jagdjahr 2024/25, also die Zeit vom 1. April 2024 bis zum 31. März 2025.

Hier findest du die aktuelle Strecke nach Wildart. Du erfährst, wie die Zahlen zustande kommen, und bekommst eine Einordnung für die wichtigsten Wildarten.

Außerdem geht es um die Abschussplanung und darum, was du als angehender Jäger über Streckenliste und Strecke wissen solltest. Stand: Oktober 2026.

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Jagdjahr 2024/25 umfasst die bayerische Strecke 354.699 Rehe, 122.905 Füchse, 69.116 Wildschweine, 14.752 Stück Rotwild und 4.126 Gämsen, jeweils mit Fallwild.
  • Die Zahlen für 2025/26 sind noch nicht veröffentlicht. Die Liste für 2024/25 erschien im Dezember 2025.
  • Jeder Revierinhaber führt eine Streckenliste und legt sie nach dem Jagdjahr bis zum 10. April der Jagdbehörde vor.
  • Rund 28 Prozent aller Rehe und fast 9 von 10 Gämsen der deutschen Strecke kommen aus Bayern.
  • Laut Forstlichem Gutachten 2024 ist der Verbiss in 49 Prozent der Hegegemeinschaften zu hoch. Darum wird über die Abschusszahlen beim Rehwild seit Jahren gestritten.

Die Jagdstrecke 2024/25 auf einen Blick

Das Reh führt die bayerische Strecke mit großem Abstand an. Dahinter folgen Fuchs und Wildschwein.

Strecke 2024/25 nach Wildart

  • Rehwild354.699
  • Fuchs122.905
  • Schwarzwild69.116
  • Feldhase53.288
  • Wildenten51.989
  • Dachs26.017
  • Wildgänse20.672
  • Rotwild14.752
Die acht Wildarten mit der größten Strecke in Bayern im Jagdjahr 2024/25, in Stück und mit Fallwild. Die Zahlen sind vorläufig.1

Die Tabelle zeigt die wichtigsten Wildarten aus der Streckenliste 2024/25. Alle Werte enthalten Fallwild.

Das Ministerium weist darauf hin, dass die Zahlen vorläufig sind und Nachmeldungen möglich sind.1

WildartStrecke 2024/25Aufteilung
Rehwild354.699106.174 Böcke, 248.525 Geißen und Kitze
Fuchs122.905
Schwarzwild69.11627.036 Frischlinge, 31.822 Überläufer, 5.742 Keiler, 4.516 Bachen
Feldhase53.288
Wildenten51.989
Dachs26.017
Wildgänse20.672
Rotwild14.7524.031 Hirsche, 10.721 Kahlwild
Steinmarder14.747
Waschbär9.653
Wildtauben9.076
Fasan8.731
Gamswild4.1261.370 Böcke, 2.756 Geißen, Jährlinge und Kitze
Baummarder3.128
Wildkaninchen2.558
Rebhuhn580
Damwild454
Marderhund286
Sikawild254
Muffelwild209

Die Jagdbezirke in Bayern umfassen zusammen 6.727.897 Hektar, davon 885.882 Hektar Staatsjagdreviere.1 Bei einer Landesfläche von 70.541,77 Quadratkilometern wird also auf rund 95 Prozent des Landes gejagt.2

Im bundesweiten Vergleich ist Bayern das Land mit der größten Strecke bei Reh, Wildschwein und Gams.345

Was die Jagdstrecke ist und wie sie erfasst wird

Der Begriff stammt aus dem jagdlichen Brauchtum. Nach einer Gesellschaftsjagd wird das erlegte Wild „zur Strecke gelegt“.

In der Statistik steht die Strecke für alles Wild einer Art, das in einem Jagdjahr in einem Gebiet erfasst wurde.

Das Jagdjahr

Alle Streckenzahlen beziehen sich auf das Jagdjahr. Es beginnt am 1. April und endet am 31. März des Folgejahres.5

Deshalb heißt die aktuelle Strecke „2024/25“ und nicht „2024“. Bis die Zahlen eines Jagdjahres öffentlich sind, vergehen noch einmal mehrere Monate.

Vom Jagdjahr zur Streckenliste: das Beispiel 2024/25

  1. Das Jagdjahr 2024/25 beginnt.
  2. Das Jagdjahr endet.
  3. Die Reviere legen ihre Streckenlisten der unteren Jagdbehörde vor.
  4. Das Ministerium veröffentlicht die Streckenliste 2024/25.
  5. Die Liste für 2025/26 wird erwartet.
Zeitachse von Jagdjahr, Meldefrist und Veröffentlichung. Fristen nach AVBayJG, Datum der Veröffentlichung laut Ministerium.61

Erlegtes Wild und Fallwild

In die Streckenliste gehört nicht nur das erlegte Wild. Auch verendet aufgefundenes Wild zählt dazu, das sogenannte Fallwild.6

Beim Rehwild ist das ein großer Posten: Von den 354.699 Rehen der Strecke 2024/25 waren 52.815 Fallwild, also rund 15 Prozent.1 Ein Großteil davon stirbt im Straßenverkehr.

Bayern hat laut Wildunfallstatistik des DJV mit 52.820 Rehen das meiste Reh-Fallwild aller Bundesländer.7

Wer meldet

Jeder Revierinhaber führt eine Streckenliste. Dort trägt er das erlegte Wild und das Fallwild ein.

Die abgeschlossene Liste legt er nach Ende des Jagdjahres bis zum 10. April der unteren Jagdbehörde vor. Beim Rotwild kommt zusätzlich eine Abschussmeldung innerhalb einer Woche dazu.6

Wer veröffentlicht

Seit 2012 tragen die 96 Kreisverwaltungsbehörden die Zahlen in eine zentrale Datenbank zur Jagdstatistik ein.8 Die Jagdbehörden legen der obersten Jagdbehörde jährlich Übersichten über Wildbestände und Strecken vor.6

Oberste Jagdbehörde ist inzwischen das Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.8 Es veröffentlicht die Streckenliste als PDF, aufgeteilt nach Staatsjagdrevieren und Privatjagdrevieren.

Die Liste für 2024/25 stammt vom 17. Dezember 2025.1 Für 2025/26 liegt noch keine Liste vor. Nach diesem Rhythmus ist sie etwa Ende 2026 zu erwarten.

Entwicklung nach Wildart

Für den Rückblick nutzen wir die Streckenliste im Bayerischen Agrarbericht. Sie deckt die Jagdjahre 2010/11 bis 2020/21 ab.9

Für die Jahre danach kommen die Zahlen des Deutschen Jagdverbands und des Ministeriums dazu. Alle Werte enthalten Fallwild.

Rehwild

Strecke 2024/25
354.699davon 52.815 Fallwild
Rekord
372.843Jagdjahr 2023/24
Trend
+17 %gegenüber 2013/14
Rehwild in Bayern auf einen Blick, mit Fallwild.13

Das Reh ist die mit Abstand häufigste Wildart in der bayerischen Strecke. Seit 2013/14 stieg die Rehwildstrecke von 304.101 Stück auf den Höchstwert von 372.843 im Jagdjahr 2023/24.

Im Jagdjahr 2024/25 ging sie um knapp 5 Prozent auf 354.699 Rehe zurück. Sie liegt aber noch rund 17 Prozent über 2013/14.931

Rehwildstrecke in Bayern je Jagdjahr

  1. 304.10113/14
  2. 304.88314/15
  3. 313.84215/16
  4. 320.72116/17
  5. 323.90017/18
  6. 319.29618/19
  7. 338.41819/20
  8. 352.90620/21
  9. kein Wert21/22
  10. kein Wert22/23
  11. 372.84323/24
  12. 354.69924/25

Strecke in StückRekord

Rehwild mit Fallwild. Jährliche Zahlen gibt es erst seit 2013/14. Für 2021/22 und 2022/23 enthalten die verwendeten Quellen keinen Wert. Bis 2020/21 laut Agrarbericht, 2023/24 laut DJV, 2024/25 laut Streckenliste.931

Bundesweit wurden 2024/25 insgesamt 1.265.740 Rehe erfasst. Bayern stellt damit rund 28 Prozent der deutschen Rehwildstrecke.3

Schwarzwild und Afrikanische Schweinepest

Strecke 2024/25
69.116rund 85 % Frischlinge und Überläufer
Rekord
114.844Jagdjahr 2019/20
Trend
−40 %gegenüber dem Rekord
Schwarzwild in Bayern auf einen Blick, mit Fallwild.19

Beim Schwarzwild schwankt die Strecke stark von Jahr zu Jahr. Entscheidend sind Mast, Winter und Bejagung.

2011/12 waren es 42.179 Stück, im Rekordjahr 2019/20 dann 114.844. Danach folgten 78.064 im Jahr 2020/21, 93.526 im Jahr 2021/22 und 63.152 im Jahr 2022/23.94

Schwarzwildstrecke in Bayern je Jagdjahr

  1. 60.53310/11
  2. 42.17911/12
  3. 65.72912/13
  4. 68.67913/14
  5. 71.20314/15
  6. 85.43615/16
  7. 60.87516/17
  8. 95.09617/18
  9. 65.45518/19
  10. 114.84419/20
  11. 78.06420/21
  12. 93.52621/22
  13. 63.15222/23
  14. kein Wert23/24
  15. 69.11624/25

Strecke in StückRekord

Schwarzwild mit Fallwild. Für 2023/24 enthalten die verwendeten Quellen keinen Wert. Bis 2020/21 laut Agrarbericht, 2021/22 und 2022/23 laut DJV, 2024/25 laut Streckenliste.941

Mit 69.116 Stück liegt die Strecke 2024/25 rund 40 Prozent unter dem Rekord. Rund 85 Prozent davon sind Frischlinge und Überläufer.1

Trotzdem hat Bayern damit die größte Schwarzwildstrecke aller Bundesländer, vor Rheinland-Pfalz und Brandenburg.4

Ein wichtiger Grund für die intensive Bejagung ist die Afrikanische Schweinepest (ASP). Im Juni 2024 wurde sie bei einem Wildschwein im hessischen Landkreis Groß-Gerau festgestellt. Der Fundort liegt rund 40 Kilometer von der bayerischen Grenze entfernt.10

In Bayern selbst wies das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit auch 2025 kein Virus nach. Untersucht wurden:

  • Proben von 441 tot oder krank aufgefundenen Wildschweinen
  • 21.825 Proben von erlegten Tieren, davon 15.617 aus dem Grenzgebiet zu Hessen11

Ein Sonderthema ist Radiocäsium. Bei den Bayerischen Staatsforsten lagen 2024/25 von 5.953 Schwarzwildproben 476 über dem Grenzwert von 600 Becquerel pro Kilogramm, also rund 8 Prozent.

2021/22 waren es noch 1.250 von 7.216 Proben.12

Rotwild und andere Hirscharten

Strecke 2024/25
14.752davon 656 Fallwild
2010/11
11.092Ausgangswert
Trend
+33 %rund ein Drittel mehr
Rotwild in Bayern auf einen Blick, mit Fallwild.19

Die Rotwildstrecke wuchs von 11.092 Stück im Jagdjahr 2010/11 auf 14.752 Stück im Jagdjahr 2024/25. Das ist ein Plus von rund einem Drittel.91

Davon waren 656 Stück Fallwild. Dam-, Sika- und Muffelwild spielen in Bayern mit jeweils wenigen hundert Stück nur eine kleine Rolle:1

  • Damwild: 454
  • Sikawild: 254
  • Muffelwild: 209

Gamswild

Strecke 2024/25
4.1262.577 aus Staatsjagdrevieren
Anteil
88 %der deutschen Gamsstrecke
Trend
stabil2010/11: 4.072
Gamswild in Bayern auf einen Blick, mit Fallwild.159

Die Gams kommt in Deutschland fast nur in den bayerischen Alpen vor. Von den 4.714 Gämsen der Bundesstrecke 2024/25 stammen 4.126 aus Bayern, rund 88 Prozent.5

Die bayerische Gamsstrecke ist seit 2010/11 mit damals 4.072 Stück nahezu gleich geblieben.9 Mit 2.577 Stück kommt der größere Teil aus den Staatsjagdrevieren.1

Niederwild

Feldhase
53.288−30 % seit 2010/11
Fasan
8.731über −50 % seit 2010/11
Rebhuhn
580rund zwei Drittel weniger
Niederwild in Bayern 2024/25, mit Fallwild.19

Beim Niederwild geht es seit Jahren abwärts. 2010/11 lagen 75.984 Feldhasen, 19.085 Fasane und 1.665 Rebhühner auf der Strecke.

2024/25 waren es 53.288 Hasen, 8.731 Fasane und 580 Rebhühner.91 Das bedeutet:

  • Feldhase: ein Minus von rund 30 Prozent
  • Fasan: ein Minus von über der Hälfte
  • Rebhuhn: ein Minus von rund zwei Dritteln

Fast das gesamte Niederwild wird in Privatrevieren erlegt.1

Beim Federwild hat sich die Entenstrecke von 103.635 auf 51.989 halbiert. Die Gänsestrecke ist dagegen von 5.473 auf 20.672 Stück gestiegen.91

Raubwild

Fuchs
122.9052010/11: 112.145
Dachs
26.0172010/11: 16.138
Waschbär
9.653eingewanderte Art
Raubwild in Bayern 2024/25, mit Fallwild.19

Der Fuchs ist nach dem Reh das am häufigsten erlegte Wildtier in Bayern. Seine Strecke stieg von 112.145 im Jagdjahr 2010/11 auf 122.905.

Die Dachsstrecke wuchs im selben Zeitraum von 16.138 auf 26.017.91 Dazu kommen die eingewanderten Arten Waschbär mit 9.653 und Marderhund mit 286 Tieren im Jagdjahr 2024/25.1

Abschussplanung und Forstliches Gutachten

Beim Rehwild legt in Bayern ein Abschussplan fest, wie viele Stücke erlegt werden sollen. Er gilt für drei Jagdjahre.

Die untere Jagdbehörde bestätigt oder setzt ihn im Einvernehmen mit dem Jagdbeirat fest.8 Ob die Pläne erfüllt werden, zeigt die Streckenliste.

Das Forstliche Gutachten

Grundlage für den Rehwildabschuss ist das Forstliche Gutachten zur Situation der Waldverjüngung. Die Forstverwaltung hat es 2024 zum 14. Mal seit 1986 erstellt, für die rund 750 Hegegemeinschaften.

Es gilt für die Abschussplanung der Periode 2025 bis 2028.13

Das Ergebnis: In 47 Prozent der Hegegemeinschaften ist der Verbiss zu hoch, in 2 Prozent deutlich zu hoch. 48 Prozent gelten als tragbar, 3 Prozent als günstig.13

Verbiss in den Hegegemeinschaften 2024

  • günstig 3 %
  • tragbar 48 %
  • zu hoch 47 %
  • deutlich zu hoch 2 %
Bewertung der Verbisssituation im Forstlichen Gutachten 2024, Anteil der rund 750 Hegegemeinschaften.13

Für fast die Hälfte der Hegegemeinschaften empfehlen die Forstbehörden deshalb, den Abschuss zu erhöhen.13

Der Leittriebverbiss an jungen Laubbäumen ging von 20,9 Prozent im Jahr 2021 auf 17,3 Prozent im Jahr 2024 zurück. Bei der Tanne stieg er dagegen leicht auf 11,6 Prozent.13

Warum die Strecke politisch umstritten ist

Hinter den Zahlen steht der Konflikt zwischen Wald und Wild. Waldbesitzer und Forstverwaltung verlangen mehr Abschuss, damit junge Bäume ohne Zaun aufwachsen können.

Viele Jäger halten dagegen, dass höhere Abschusspläne den Wildbestand zu stark absenken.

Über 350.000 Rehe im Jahr und trotzdem fast die Hälfte der Hegegemeinschaften „rot“: Genau an diesem Widerspruch entzündet sich die Debatte.

Die Reform 2026

Seit dem 1. April 2026 gilt ein reformiertes Jagdrecht. Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer können beim Rehwild auf den behördlichen Abschussplan verzichten.

Voraussetzungen sind unter anderem ein jährlicher Waldbegang und eine Einigung darüber, wie der Jäger über das erlegte Rehwild informiert. In Revieren mit zu hohem Verbiss braucht es zusätzlich ein Jagdkonzept.

Die Jagdzeit für Böcke und Schmalrehe beginnt künftig am 16. April. Streckenliste und Hegeschauen bleiben wie bisher bestehen.14

Was sich beim Rehwild geändert hat

Bisher
  • Behördlicher Abschussplan für Rehwild, gilt drei Jagdjahre
  • Untere Jagdbehörde bestätigt oder setzt ihn fest, im Einvernehmen mit dem Jagdbeirat
Seit 1. April 2026
  • Abschussplan optional: Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer können verzichten
  • Dafür jährlicher Waldbegang und Einigung, wie der Jäger über erlegtes Rehwild informiert
  • Bei zu hohem Verbiss zusätzlich ein Jagdkonzept
  • Böcke und Schmalrehe ab 16. April
BleibtStreckenlisteHegeschau
Die Jagdrechtsreform 2026 im Vergleich, nach dem Faktenblatt des Wirtschaftsministeriums.148

Wie sich das auf die Strecke auswirkt, zeigt sich frühestens mit den Zahlen für 2026/27.

Was das für dich als Jungjäger bedeutet

Für die Jägerprüfung musst du keine Streckenzahlen auswendig lernen. Den Rahmen solltest du aber kennen.

Jagdjahr, Abschussplan, Streckenliste, Fallwild und Hegeschau gehören zum Prüfungsstoff im Jagdrecht.

Streckenmeldung

Wenn du später selbst ein Revier pachtest, bist du für die Streckenliste verantwortlich. So kommt ein erlegtes Stück bis in die Statistik:

  1. ErlegenDu erlegst ein Stück Schalenwild. Als Jagdgast meldest du es dem Revierinhaber, damit er es eintragen kann.
  2. EintragenDer Revierinhaber trägt das Stück innerhalb einer Woche in die Streckenliste ein.
  3. VorlegenNach Ende des Jagdjahres geht die fertige Liste bis zum 10. April an die untere Jagdbehörde.6
  4. ErfassenDie Kreisverwaltungsbehörde trägt die Zahlen in die zentrale Datenbank zur Jagdstatistik ein.8
  5. VeröffentlichenDas Wirtschaftsministerium veröffentlicht die Streckenliste, zuletzt im Dezember 2025.1

Bei den öffentlichen Hegeschauen müssen Revierinhaber außerdem den Kopfschmuck des erlegten Schalenwilds vorlegen.6

Streckenlegen als Brauchtum

Nach einer Gesellschaftsjagd wird das erlegte Wild nach festen Regeln zur Strecke gelegt und mit Jagdsignalen „verblasen“. So erweisen die Jäger dem Wild die letzte Ehre.

Wie das genau abläuft, lernst du im Jagdkurs und im Prüfungsteil zum jagdlichen Brauchtum.

Du bist nicht allein

Mit der Jagd bist du in Bayern in großer Gesellschaft:

  • 2025 hatten in Bayern rund 83.000 Menschen einen Jagdschein, rund 50.000 davon sind Mitglied im Bayerischen Jagdverband.15
  • Im selben Jahr traten laut DJV 6.231 Prüflinge zur bayerischen Jägerprüfung an, 4.942 bestanden.16
  • Rund 20 Prozent der Absolventen sind Frauen.17

Wie die amtlichen Fragen aussehen, siehst du in unserer Übersicht aller Prüfungsfragen. Im Trainer übst du sie mit Lösungen.

In der Probeprüfung spielst du den Ernstfall durch.

Häufige Fragen

Was ist die Jagdstrecke?

Die Jagdstrecke ist die Zahl aller Tiere einer Wildart, die in einem Jagdjahr erlegt wurden oder als Fallwild verendet sind. In Bayern ist das Fallwild in der Streckenliste enthalten.6

Wann beginnt das Jagdjahr?

Am 1. April. Es endet am 31. März des folgenden Jahres. Die Strecke 2024/25 umfasst also April 2024 bis März 2025.5

Wie viele Rehe werden in Bayern pro Jahr erlegt?

Im Jagdjahr 2024/25 umfasste die Strecke 354.699 Rehe, davon 52.815 Fallwild. Der bisherige Höchstwert lag 2023/24 bei 372.843 Rehen.13

Wie viele Wildschweine werden in Bayern geschossen?

2024/25 waren es 69.116 Wildschweine. Die Zahl schwankt stark, der Rekord lag 2019/20 bei 114.844 Stück.19

Gibt es schon Zahlen für 2025/26?

Nein, Stand Oktober 2026 ist die Streckenliste 2025/26 noch nicht erschienen. Die Liste für 2024/25 hat das Ministerium im Dezember 2025 veröffentlicht.1

Wo finde ich die Streckenliste Bayern?

Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie veröffentlicht sie als PDF, aufgeteilt nach Staatsjagdrevieren und Privatjagdrevieren. Eine Aufteilung nach Regierungsbezirken enthält sie nicht.1

Quellen

Die Zahlen stammen aus der amtlichen Streckenliste, Landtagsdrucksachen, dem Bayerischen Agrarbericht, dem Forstlichen Gutachten und den Infografiken des Deutschen Jagdverbands.

Die Streckenzahlen 2024/25 sind laut Ministerium vorläufig.

  1. Bayerisches Wirtschaftsministerium: Streckenliste 2024/25 für den Freistaat Bayern (stmwi.bayern.de)
  2. Deutscher Jagdverband: Einwohner pro Jäger 2025 (jagdverband.de)
  3. Deutscher Jagdverband: Jahresstrecke Rehwild 2024/25 (jagdverband.de)
  4. Deutscher Jagdverband: Jahresstrecke Schwarzwild 2024/25 (jagdverband.de)
  5. Deutscher Jagdverband: Jahresjagdstrecke Bundesrepublik Deutschland 2024/25 (jagdverband.de)
  6. Verordnung zur Ausführung des Bayerischen Jagdgesetzes (AVBayJG), § 16 (gesetze-bayern.de)
  7. Deutscher Jagdverband: Wildunfall-Statistik 2024/2025 (jagdverband.de)
  8. Bayerischer Landtag, Drucksache 19/2158: Streckenlisten Rehwild und Schwarzwild in Bayern (bayern.landtag.de)
  9. Bayerischer Agrarbericht 2024: Wildbestand (agrarbericht-2024.bayern.de)
  10. LGL Bayern: Afrikanische Schweinepest, Vorsorgemaßnahmen in Bayern (Jahresbericht 2024) (lgl.bayern.de)
  11. LGL Bayern: Monitoringuntersuchungen 2025 (lgl.bayern.de)
  12. Bayerischer Landtag, Drucksache 19/11709: Radioaktive Belastung von Wildschweinen (bayern.landtag.de)
  13. Bayerische Forstverwaltung: Forstliche Gutachten zur Situation der Waldverjüngung 2024 (stmelf.bayern.de)
  14. Bayerisches Wirtschaftsministerium: Reform des Bayerischen Jagdgesetzes 2026, Erläuterndes Faktenblatt (stmwi.bayern.de)
  15. Deutscher Jagdverband: Jagdscheininhaber und Mitglieder der Landesjagdverbände 2025 (jagdverband.de)
  16. Deutscher Jagdverband: Jägerprüfung 2024/2025 (jagdverband.de)
  17. Bayerischer Agrarbericht 2024: Jäger- und Falknerprüfung (agrarbericht-2024.bayern.de)